Die Minen von Kabranth

Die 500 sind voll

Die 500 sind voll!!!

Es ist der 500. Jahrestag der Minen von Kabranth. Damals entdeckte der Zwerg Eril Kabranth die ersten vielversprechenden Adern in der großen Höhle „der Steinerne Munggorn.“ Das die vorfahren von Eril Kabranth eine Stadt in der Wüste gegründet hatten, ist eine andere Geschichte.
Und wie jedes Jahr wird dieser Jahrestag mit großem Tamtam gefeiert und zwar in der letzten verbliebenen Taverne im „blonden Pilz“.
Um das Fest bis in die letzten Stollen kund zu tun beauftragt Erils Nachfahre, Karil Kabranth, natürlich wie jedes Jahr, die ehrwürdigen Trommler der Ondekosa-Gilde mit Ihren rhythmischen Schlägen alle in der Mine lebenden Arbeiter, Priester, Söldner, Handwerker zum Fest einzuladen. Einer dieser Trommler ist Kodo.

Die Ondesoka Mitglieder sind nur noch wenige, und es sind auch ausschließlich Zwerge, wenn Sie sich in der Mitte der Halle aufstellen, ein jeder mit seiner eigenen Trommel, die dumpfen Schläge bis tief in die letzten Stollen schicken. Früher spornten Sie tausende von Minenarbeitern an, weiter und tiefer zu graben. Heute sind es nur wenige Minenarbeiter, welche die Klänge und Töne der Ondesoka hören. Und er hat dieses Jahr die Ehre den Takt vorzugeben. Bumm Bumm Bumm…..

Und einer dieser Töne schwebt nun vom Marktplatz aus durch die große Halle, hinein in den Stollen Nummer 7, folgt diesem meilenweit, bis in eine große moosbewachsene Halle. Die Moose strahlen sonderbares grünes Licht aus, und hier und dort sieht man rotglühende Punkte, die sich hin und her bewegen. Es sind die Augen der Nachtgämse, die hier grasen. Eine der Nahrungsquellen der Minen. Bewacht werden Sie von ein paar Hirten, die sich einerseits um Die Gämse kümmern, anderseits aber auch die Mine vor Eindringlingen schützen. Einer dieser Hirten ist der Halb-Riese Tyr, ein Hüne seines Zeichens, aber dennoch einer der friedlicheren Bewohner der Mine. Er vernimmt das Pochen der Trommeln als erstes und erkennt am Rhythmus, dass es diesmal kein Alarm ist, nein das Fest zum Jahrestag steht an. Er ruft Seine Gefährten und mit samt den Nacht-Gämsen brechen die Hirten Richtung dem großen Munggorn auf.

Auf halben Weg kommt wie aus dem Nichts ein Gnom zum Vorschein, dann noch einer und noch einer, bis Sie 5 an der Zahl sind. Es ist der Rest der glorreichen „Tunnelratten“. Ihr Anführer ist Tilbalg, der Neffe des berühmten Erbalg. Die Tunnelratten halten im wahrsten Sinne des Wortes die Mine sauber. Sie durchkämmen die Stollen und Gänge nach Goblins, Kobolden und sonstigen unerwünschten Gästen.
Und wie es ausscheint, war auch diesmal Ihre Pirsch erfolgreich. Im Schlepptau haben Sie einen großen Kobold, gefesselt und geknebelt. Der wird ein schönes Sümmchen vin der Bergbaugilde geben. Die Gnome schließen sich den Hirten an und so zieht der Tross weiter Richtung Munggorn.
Stollen 7 ist als einer der ersten Stollen vom Munggorn in die tiefe des Berges eingetrieben worden. Und man erkennt die wahre Meisterarbeit der Zwerge. Die Wände zieren Reliefs vergangener Heldentaten, die Decken sind so fein gearbeitet, dass man meinen könnte, das kann nur durch Magie entstanden sein. In regelmäßigen Abständen hängen steingemeiselte Skulpturen, in der Form von Spitzhacken. An den beiden Enden hängen magische Leuchtkugeln ab, die den Gang erhellen.
Je näher man dem Munggorn kommt, desto stärker scheinen die Kugeln. Früher erstrahlten die Hallen und Gänge in gleisendem Tageslicht, so dass die Völker aus dem Tagreich sich problemlos orientieren konnten. Doch das war einmal.

So gelangt der Trupp schließlich in die große Halle. Die 2 großen Hauptöffnungen zeigen die Schneise des Handelsweges. Links und rechts des Weges befinden sich teilweise verlassene Steinhäuser, dies waren meist die Herbergen der Menschen und Gnome. Die Häuser sind aus den Abbruchmaterial gebaut worden, dass die Zwerge beim Errichten Ihrer Herbergen erzeugt haben. Denn die Zwerge haben den ganzen Höllenrand des Munggorn entlang Ihre Behausungen in den Fels getrieben. So befinden sich am Rand überall Öffnungen, aber immer in klaren geometrischen Formen. Viereckige Türen, runde und dreieckige Fenster, und überall Reliefs über die Taten und Geschichten des stolzen Zwergenvolkes. Und hier und da zwischen den Zwergenherbergen öffnen sich große Öffnungen. Die Stollen die in die Tiefe des Berges eindringen.

Der Handelsweg selbst verlief ursprünglich in gerader Linie quer durch die große Halle, aber über die Jahre siedelten sich immer mehr Händler und Handwerker in der Mine an, und so wurde der Weg nach und nach zu einer Schlangenlinie damit mehr Häuser am Handelsweg platz fanden.

An einem der verfallenen Häusern hängt noch ein verwittertes Schild „Die Ibn Ihm Mining Cooperation“. Gegenüber befindet sich ebenfalls ein zerfallenes Haus „Die Bank von Hellenthal“. Es scheint so, dass beide Häuser zur selben Zeit verlassen wurden. Es gibt Gerüchte, dass die Bank bankrott ging, kurz nachdem die Ibn Ihm Mining Cooperation gegründet wurde.

Lässt man die beiden Häuser hinter sich, weitet sich der Weg ziemlich mittig in der Halle zu einem großen Platz. Hier hängen Krähenkäfige von der Decke. In einem befindet sich Bommus der Verräter. Er sitzt hier schon ziemlich lange. Man sagt sich, er habe eine Zwergenexpedition an die Drow verraten. Viele Leute sind damals wohl gestorben.
Allerdings kennt auch kaum einer die Mine so gut wie Bommus, und für etwas Nahrung gibt er gerne sein Wissen Preis.

Als die Prozession aus Stollen 7 den Marktplatz erreicht ist schon einiges Los am blonden Pilz. Der blonde Pilz ist die letzte Kneipe in den Minen von Karbrant. Der Ursprung des Namens erklärt sich von selbst, wenn man den großen vertrockneten Riesenpilz in der großen Halle sieht, in dessen Inneres die Kneipe hineingearbeitet wurde. Vor Jahren konnte man noch den gelblonden Anstrich oben an der Pilzkappe erkennen. Die Farbe ist jedoch mittlerweile fast komplett abgeblättert. Im „Pilz“ treffen sich die verschiedensten Bewohner der Minen. Auch Abenteurer und Händler sind stets willkommen und finden hier – in dem letzten Gasthaus der Minen – ein Bett für die Nacht. Der Pilz ist berühmt für das zwergische Pilz-Bier, das im Geschmack stark an Weizen erinnert. Betrieben wird der Pilz von Don Davor, einem freundlichen Halbork. Don kennt die neusten Gerüchte und ist immer für ein Gespräch oder auch einfach nur ein Pilz-Bier an der Theke zu haben.

Die Kneipe und der Marktplatz füllt sich langsam und es werden heute mit Sicherheit alle kommen, auch der Präsident der Bergbaugilde hat sich angekündigt.

Möge die Party beginnen….

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Das Fest

Trenk stand wie eigentlich immer am Rand der Quelle. Die Quelle ist ein kleiner Tümpel am Ende von Stollen Nummer 2. Seit Jahren bewacht er die Quelle vor falschem Gebrauch. In letzter zeit ähnelt seine Aufgabe aber eher der eines Kammerjägers. Er verscheucht die Ratten, die sich sogar hier unten scheinen wohlzufühlen. Trenk gehört den Halbork Brigaden an, die seit Jahren die Wächter der Quelle sind. Und daher steht er sogar am 500sten Jahrestag hier. Er hört die Feier, der Lautstärke herzu urteilen muss Sie wohl schon voll im Gange sein. Don Davor wird heute eine Vermögen mit seinem Pilzgebräu erwirtschaften. Und dem Klang der Trommeln zu urteilen, müsste Kodo auch schon einen zuviel haben.
Neben Trenk erscheint aus dem Dunkeln ein schwarzer Panther. Die Silhouette der Beiden spiegelt sich auf der blau schimmernden Oberfläche des Tümpels wieder. Der Tümpel strahlt ein tief blaues Licht in die Höhle. Es ist die einzige Lichtquelle hier. Trenk kennt den Panther neben Ihm. Es ist Sar, Sar der Bote.
„Rugnir, der Minenälteste schickt mich, er meint, auch Du solltest an der Feier teilnehmen. Die Ratten können warten. Und die anderen werden den Weg hierher eh nicht mehr finden, dafür läuft das Pilz zu gut.“
„Hm, ein Pilz könnte ich mir gönnen, aber dann muss ich wieder…“
Zusammen brechen Sie zum großen Munggorn auf, Trenk schaut noch einmal zurück zum Tümpel. War da nicht was?
Gegröle und Gelächter, laute Musik und lauter Gesang klingen aus dem großen Munggorn in die abgehenden Stollen und Gänge. Man kann die Geräusche weit hören, sehr weit…
Für einen Moment wird es merkwürdig leise in der Höhle, Arkor der Inquisitor erscheint auf der Feier. Er kommt von seinem Schuldturm, der etwas abseits steht auf den großen Platz an. Arkor ist ein alter Drow und auch der einzige in der Höhle, aber er ist der Inquisitor und er setzt die Gesetze um, die vor 500 Jahren festgeschrieben wurden. Ohne Arkor wäre hier wahrscheinlich irgendwann das Chaos ausgebrochen, aber dank Ihm halten sich die Straftaten im Zaun. Er deckt quasi alle Straftaten auf und führt den Schuldspruch ohne Gnade aus. Der einzige der jemals Gnade hat erfahren dürfen, war Brommus.
Brommus selbst geht es heute prächtig, er bekommt von allen zu essen und an Pilz mangelt es Ihm auch nicht.
Aber doch bald wird die Lautstärke wieder lauter als man merkt, dass Arkor heute selbst sich einen Wein gönnt. Auch er hat macht mal Pause.
Auch Trenk und Sar erscheinen bald, und es liegt wohl auch am orkischen Blut, es bleibt nicht bei einem Pilz.
Irgendwann betritt Rugnis, der Minenälteste ein Podest um seine Ansprache zur Jahresfeier zu halten. Neben Ihm steht der Chef der Bergbaugilde, der mächtigste Mann der Mine. Belgar ein Tiefengnom, der auch gleichzeitig der am finstersten dreinblickende Mann in der Mine ist. Das liegt wohl daran, dass die Mine seit Jahren keinen wirklichen Ertrag abwirft. Auch er hält einen Bericht zum letzten Jahr. Und anschließend wird mit aller man angeprostet.
„Bergmanns Heil und Glück Auf“

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