Die Minen von Kabranth

Das Fest

Trenk stand wie eigentlich immer am Rand der Quelle. Die Quelle ist ein kleiner Tümpel am Ende von Stollen Nummer 2. Seit Jahren bewacht er die Quelle vor falschem Gebrauch. In letzter zeit ähnelt seine Aufgabe aber eher der eines Kammerjägers. Er verscheucht die Ratten, die sich sogar hier unten scheinen wohlzufühlen. Trenk gehört den Halbork Brigaden an, die seit Jahren die Wächter der Quelle sind. Und daher steht er sogar am 500sten Jahrestag hier. Er hört die Feier, der Lautstärke herzu urteilen muss Sie wohl schon voll im Gange sein. Don Davor wird heute eine Vermögen mit seinem Pilzgebräu erwirtschaften. Und dem Klang der Trommeln zu urteilen, müsste Kodo auch schon einen zuviel haben.
Neben Trenk erscheint aus dem Dunkeln ein schwarzer Panther. Die Silhouette der Beiden spiegelt sich auf der blau schimmernden Oberfläche des Tümpels wieder. Der Tümpel strahlt ein tief blaues Licht in die Höhle. Es ist die einzige Lichtquelle hier. Trenk kennt den Panther neben Ihm. Es ist Sar, Sar der Bote.
„Rugnir, der Minenälteste schickt mich, er meint, auch Du solltest an der Feier teilnehmen. Die Ratten können warten. Und die anderen werden den Weg hierher eh nicht mehr finden, dafür läuft das Pilz zu gut.“
„Hm, ein Pilz könnte ich mir gönnen, aber dann muss ich wieder…“
Zusammen brechen Sie zum großen Munggorn auf, Trenk schaut noch einmal zurück zum Tümpel. War da nicht was?
Gegröle und Gelächter, laute Musik und lauter Gesang klingen aus dem großen Munggorn in die abgehenden Stollen und Gänge. Man kann die Geräusche weit hören, sehr weit…
Für einen Moment wird es merkwürdig leise in der Höhle, Arkor der Inquisitor erscheint auf der Feier. Er kommt von seinem Schuldturm, der etwas abseits steht auf den großen Platz an. Arkor ist ein alter Drow und auch der einzige in der Höhle, aber er ist der Inquisitor und er setzt die Gesetze um, die vor 500 Jahren festgeschrieben wurden. Ohne Arkor wäre hier wahrscheinlich irgendwann das Chaos ausgebrochen, aber dank Ihm halten sich die Straftaten im Zaun. Er deckt quasi alle Straftaten auf und führt den Schuldspruch ohne Gnade aus. Der einzige der jemals Gnade hat erfahren dürfen, war Brommus.
Brommus selbst geht es heute prächtig, er bekommt von allen zu essen und an Pilz mangelt es Ihm auch nicht.
Aber doch bald wird die Lautstärke wieder lauter als man merkt, dass Arkor heute selbst sich einen Wein gönnt. Auch er hat macht mal Pause.
Auch Trenk und Sar erscheinen bald, und es liegt wohl auch am orkischen Blut, es bleibt nicht bei einem Pilz.
Irgendwann betritt Rugnis, der Minenälteste ein Podest um seine Ansprache zur Jahresfeier zu halten. Neben Ihm steht der Chef der Bergbaugilde, der mächtigste Mann der Mine. Belgar ein Tiefengnom, der auch gleichzeitig der am finstersten dreinblickende Mann in der Mine ist. Das liegt wohl daran, dass die Mine seit Jahren keinen wirklichen Ertrag abwirft. Auch er hält einen Bericht zum letzten Jahr. Und anschließend wird mit aller man angeprostet.
„Bergmanns Heil und Glück Auf“

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bennycorvin

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